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Viele Eltern erschrecken, wenn sie zum ersten Mal gelbliche oder schuppige Stellen auf der Kopfhaut ihres Babys entdecken. Schnell fällt der Begriff Milchschorf – doch oft handelt es sich in Wirklichkeit um etwas ganz anderes: Kopfgneis.
In diesem Beitrag erfährst du, wie du beides unterscheidest, was dahintersteckt und wie du deinem Baby sanft helfen kannst.
Milchschorf ist eine entzündliche Hautveränderung, die meist in den ersten Lebensmonaten auftritt. Typisch sind:
Der Name kommt vom Aussehen der Krusten, die an angebrannte Milch erinnern – hat aber nichts mit einer Milchallergie zu tun. Milchschorf wird häufig als frühe Form der Neurodermitis eingeordnet, muss aber nicht zwangsläufig bedeuten, dass ein Kind später dauerhaft betroffen ist.
Viele verwechseln Milchschorf mit Kopfgneis. Dabei gibt es wichtige Unterschiede:
Kopfgneis
Milchschorf
Die richtige Unterscheidung ist wichtig, da Milchschorf mehr Pflege und Beobachtung erfordert.
Kopfgneis:
Da Kopfgneis harmlos ist, brauchst du ihn nicht unbedingt zu behandeln. Wenn dich die Schuppen stören, kannst du Folgendes tun:
Sanfte Pflege:
Bitte nicht kratzen oder ablösen – das kann die Haut verletzen.
Milchschorf:
Hier ist mehr Vorsicht geboten, lass dich in der Apotheke/Drogerie oder beim Kinderarzt beraten.
1. Sanfte Pflege:
Kopfhaut nicht trocken ablösen
Milde, parfumfreie Pflegeprodukte verwenden z.B. Mustela Milchschorf Pflege
2. Schuppen lösen:
Spezielle Babyöle oder milde Ölkuren auftragen und einige Stunden oder über Nacht einwirken lassen.
Anschliessend vorsichtig mit einer weichen Bürste oder einem Kamm lösen, z.B. Herba Baby Bürste.
3. Entzündung behandeln
Bei stark geröteten oder nässenden Stellen sollte eine Kinderärztin oder ein Kinderarzt hinzugezogen werden. In manchen Fällen sind entzündungshemmende Cremes notwendig.
Bei starkem Juckreiz hilft es, die Nägel kurz zu halten oder Baumwollhandschuhe zu nutzen. Kopfgneis ist meist völlig harmlos und verschwindet von selbst. Milchschorf dagegen braucht Aufmerksamkeit und manchmal auch medizinische Behandlung. Der wichtigste Unterschied: Juckreiz und Entzündung – wenn dein Baby darunter leidet, solltest du genauer hinschauen.